Der Büchermacher

Der Büchermacher

Wöchentliches über Büchermacher und aktuelle Bücher

Transkript

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00:00:01: Herzlich Willkommen zu unserem Podcast der Büchermacher.

00:00:03: Mein Name ist Ralf Plenz aus Hamburg, wir sind bei Folge Dreihundert und Sechszig im Bereich wie Verlage Bücher machen Teil dreihundertdrei.

00:00:10: Autor dieses Podcasts ist Luz Rateno.

00:00:12: ich bin nach Berlin gefahren um ein Gespräch mit ihm zu führen.

00:00:15: Ich bedanke mich sehr herzlich für die Einleitung.

00:00:17: wer Lutz Ratano ist und was er für Bücher geschrieben hat und welche Bedeutung er erlangt hat das erfahren sie in diesem podcast.

00:00:24: es ist folge eins von zwei und Wir freuen uns auf dieses Gespräch.

00:00:30: Ich bin hier eingeladen in ein wunderschönes Haus, in der Mitte von Berlin.

00:00:34: Vor mir sitzt Lutz Rateno.

00:00:36: Ich habe ihn indirekt kennengelernt über die Hamburger Autorenvereinigung über Hans Krech mit dem ich auch schon einen Podcast gemacht habe.

00:00:43: und Lutz Rathenow hat ein sehr bewegtes Leben hinter sich.

00:00:46: wir sind ein paar Jahre auseinander und er hat sehr viel geschrieben.

00:00:50: Ich möchte ihn erst zu seinem Leben befragen und dann zum Schreiben!

00:00:53: Lutz Radeno die Jugend- und Studienzeit in einem repressiven Staat zu verbringen das war sicherlich nicht einfach Die DDR.

00:01:00: Was waren ihre prägendsten Erlebnisse in den Jahren neunzehntiebzig bis neunzenhundertneunzig?

00:01:06: Das waren die Erlehnisse in einer kleinen deutschen Stadt, jene einem fand ich damals als eher klein.

00:01:13: das war viel Normalität.

00:01:16: Das erste Represive kam dann so mit der Schule auf einen Sud.

00:01:21: Darüber habe ich geschrieben, die politische Beeinflussung.

00:01:26: Andererseits war ich sehr eigensinnig und wie manche meiner Mitschüler auch sehr frech veranlagt.

00:01:33: Und so waren manchmal die Eltern der repressivere Teilen, die die kurzen Haare wollten als wir sie uns länger gewachsen ließen... Die auseinandersetzung begannen Mit dem Interesse an Literatur.

00:01:47: Das war ziemlich früh in dieser damals medienlosen Welt, die ja nur Fernsehen und Rundfunk hatte.

00:01:54: Und Westfernsehen war durch den norddeutschen Rundpunkt übrigens – meine Eltern haben jeden so namens die aktuelle Schaubude geguckt – war vertreten.

00:02:04: Damit begann dann die Auseinandersetzung.

00:02:06: Damit kam man irgendwann auch zu Büchern, die man nicht lesen sollte, die verboten waren... Häftige Probleme.

00:02:16: Ja, wir haben im Hintergrund auch leichte Bauprobleme also wenn es ein bisschen rauscht oder der Bohrhammerhämmer lassen sich nicht irritieren.

00:02:23: Im Studium gab es da viele Probleme?

00:02:25: Im Studiums gab es politische Auseinandersetzungen die dann härter wurden.

00:02:30: Kommiliton von mir habe ich vorgeschlagen, bei einer DDR-Wahl die mehr eine Scheinwahl war mich doch als Alternative zu einem SED-Kandidaten aufzustellen und das brachte dann Probleme.

00:02:46: Zuerst an die Grenze des Rausschmisses ging.

00:02:49: Ich habe eine Arbeitskreisliteratur in Lürie geleitet, wir luden verbotene Autoren ein und dann musste ich das Studium kurz vorm Ende abrechen und wurde extramatrikuliert.

00:02:59: Das heißt es gab einen Disziplinarverfahren und den Ausschluss vom Studium an allen Hoch- und Fachschulen, in einem nicht also guten Gedicht habe ich das dokumentarisch festgehalten.

00:03:10: Intellektualisieren der Probleme unweilig zum politischen Hemmshow oder Seminargruppenentwicklung geworden

00:03:16: bin.".

00:03:18: Ja vielen Dank!

00:03:20: Wenn man sich anschaut dass Schreiben immer nebenberuflich geschrieben konnten sie vielleicht eine Zeit lang von den Honoraren von Zeitung Zeitschrift von Buchveröffentlichungen vielleicht sogar teilweise leben.

00:03:31: Was war eigentlich das Schreiben an gegen die finanzielle beste Zeit in diesen Jahrzehnten?

00:03:38: Ich war dann, als ich nach dem Rausschmiss vom Studium eine Weile Transportarbeiter war, Transporthilfsarbeiter genau gesagt.

00:03:47: Wir nach Berlin – ich mit meiner Frau nach Berlin übersiedelte.

00:03:51: sie konnte noch als Lehrerin beginnen und Ich war eine Weile Theatermitarbeiter und habe dann eine Steuernummer ins freie Auto bekommen.

00:04:00: Das war aber eine große Trickserei, besser ging es mir als das erste Buch im Westen erschienen waren.

00:04:07: Ich wurde kurze Zeit verhaftet, aber danach hatte ich sehr viele Westkontakte weiter in der DDR gelebt illegal Geld verdient und auch Ausfallhonorare in der DDR bekommen, in Kirchen gelesen.

00:04:23: Mit den Honoraren aus Kirchen auch eine Steuererklärung abgegeben.

00:04:27: das war sehr einfach.

00:04:29: in der DDR war auch sehr geringer Verdienst und die Zeit von Eighty bis Neunundachtzig war finanziell immer problematisch.

00:04:39: also es war keine gute Zeit aber es ging und danach hat sich zum Glück vieles im Grunde alles verändert.

00:04:49: Ja, ein sehr großer Umbruch.

00:04:50: ich habe mich mit Hans-Kräch oft auch drüber unterhalten.

00:04:52: Ich hatte ja Verwandte in der DDR, ich habe DDR Literatur immer sehr geschützt und eine wirklich rückblickend sehr spannende Zeit.

00:05:00: Wissen Sie heute mehr darüber, warum die DDR-Bürokratie eigentlich jede Form von Widerstand unterdrucken musste oder wollte?

00:05:07: Ja, die DDR war eine Schrift Verwirklichungsgesellschaft.

00:05:11: Die bildete sich das zumindest ein, denn die Schriften von Karl Marx und Friedrich Engels und von Lenin, denen ich stillistisch erheblich schwächer finde als Marx und Engels, waren ja sozusagen die Basis des wissenschaftlichen Sozialismus vor beschriebenen Papier, dass jeder der Schrieb etwas schreiben könnte was eine Theorie erzeugt die dann gesellschaftliche Realität werden würde gegen die staatliche Theorie.

00:05:40: Also am meisten hatten sie in Grunde vor linken Abweichlern des Staatsmaxismus Angst.

00:05:46: und dann kam die bürgerlichen Theoretiker die Liberalen und alles andere.

00:05:51: im Grunde hatten Sie vor allen Angst was nicht eine Bestätigung der eigenen Patchwork Ideologie war, die permanent auch die Richtung änderte und die durch ökonomischen Getriebenheiten keine stabile Herrschaftsformen waren.

00:06:08: Deswegen brauchen sie auch so viele Stadt-Sicherheitsmitarbeiter, die das ständig

00:06:12: absicherten.".

00:06:13: Das was in der Buchhandlung kam, war natürlich vorher lizenziert – also alles kontrolliert.

00:06:18: ab und zu gab es mal Auflagen unter dem Ladentisch.

00:06:21: Wissen Sie noch, was das für Bücher waren?

00:06:24: Man muss klar sagen, dass natürlich in der DDR es viele engagierte Menschen gab.

00:06:30: In den Verlagen, in den Buchhandlungen die schon gute Dinge verkaufen wollten und die interessiert waren an anrückiger Literatur oder an verbodener Literatur so wie ich als Jugendlicher zuerst ein erotischer Literatur interessiert war dieser DDR Jahr auch nicht gab oder es gab eben von Solana und so was ich dann heimlich gelesen habe.

00:06:51: Und später waren das dann politische Sachen, viele fast jeder die der Autor, der qualitativ gut war, ob von Christa Wolf bis Volker Braun, dann bei den Fast-Verbotenen Rainer Kunze später dort nach seiner Ausreise strikt verbotenden oder anderen, die gar nicht mehr erscheinen durften in der DDR.

00:07:14: Da gab es dann schon immer auch in den Buchhandlungen interessante Bücher meist im Bereich der übersetzten ausländischen Literatur.

00:07:24: und da gab es qualitativ spannende Sachen und ich bin ja in Jena aufgewachsen – die Jena romantik!

00:07:32: Auch das, was Goethe und Schiller geschrieben hat.

00:07:35: Was ich am Anfang ja ein bisschen langweilig fand als Jugendlicher aber dann der Verkauf der Landeskindern in dem Stück Kabale und Liebe von Schiller.

00:07:45: Und dann hörte ich dass ein DDR politische Heftlinge verkauft und plötzlich wurde auch aus der Klassik bekam man Impulse für eigensinniges Denken.

00:07:55: Ja Emil Zonal Habe ich auch sehr verehrt, es kann sein dass ihr in nächsten zwei drei Jahren auch ein Buch von ihm in meiner Reihe perlender Literatur machen werde.

00:08:03: Ja wir machen einen zeitlichen Sprung.

00:08:05: sie waren dann rund zehn jahrelang für die sächsische Regierung der Landesbeauftragte für die Stasiunterlagen und wie erschreckend waren eigentlich die Ergebnisse dieser rund zehnjährigen Tätigkeit?

00:08:17: Das Erschreckende ist vorher basiert.

00:08:27: im Osten Deutschlands, wo ich indirekt mitbeteiligt war und ich habe dann sehr früh Originalakten gesehen bevor es die Behörde gab, die sie verwaldete.

00:08:39: Und da war der analytische Schrecken groß und der Wille – das müssen wir als literarischen Text, ein Tagebuch zur ewigen Sicherung der Macht analysieren, sodass dann später in Sachsen Ich eigentlich eher mit praktischer Hilfe für die Opfer dessen konfrontiert war und mit Bildungspolitik.

00:09:05: Ich habe zum Beispiel mit der Theatergruppe Rimini Protokoll aus Aktenfetzen eine Hörinstallation von ganz Dresden entworfen, also gerade ich habe gelernt dass mit Kunst und Literatur sehr viel zu machen ist auch für neue Generation.

00:09:20: das ist viel wichtiger als immer traditionelle Bildung, Aufklärung weiler zu betreiben.

00:09:26: Menschen zu verführen auch diese Akten-Teile in neue Assoziationsräume zu setzen.

00:09:33: Zu vergleichen Herrschaftstechniken der Macht wie entfaltet sich eine Macht?

00:09:38: Was sind totalitäre Bestandteile im Detail und was können wir heute daraus lernen wenn wir Diktaturen autoritärer Systeme analysieren welcher Machttechnik sie sich bedienen?

00:09:52: Ja, ich finde auch Theater wirklich ein faszinierendes Medium.

00:09:55: Man kann aus alten oder jüngeren Texten aus Schnipseln von Akten hervorragende Theaterstücke machen und man erreicht einen Publikum.

00:10:04: Und das ist nicht die Frage ob man zweihundert Leute erreicht oder fünfhundert.

00:10:07: Man erschüttert sie!

00:10:08: Das ist die tolle Sache am Theater und fand ich sehr schön dass Sie dieses Beispiel gewählt haben.

00:10:13: Gibt es noch ein zweites Beispiel wo Sie gesagt haben?

00:10:15: Das fand ich damals in diesen zehn Jahren noch besonders prägend.

00:10:19: Ja, es gibt wahrscheinlich zu viele Beispiele als um das alles zu nennen.

00:10:25: Für mich war sehr interessant dass ich bestimmte Themen in den drei großen sächsischen Städten behandelt habe also Veranstaltungsangebote gemacht habe zum Beispiel zum Thema katholische Kirche.

00:10:37: Mitwirkung Staatssicherheit Einwirkungen Leipzig Dresden Chemnitz Und die Unterschiede in den Resonanzraum unter ähnlichen Bedingungen haben mir eben gezeigt, wie unterschiedlich der Osten war.

00:10:53: Sodass ich wirklich auch ein großer Verfechter bestimmter spezifischer Eigenheiten... von Erfahrungen, die in Osterjand gemacht worden sind.

00:11:03: Schon bin gleichzeitig gemerkt habe dass diese Auffahrung unterschiedlich ist so das man hier nicht das Label von Ostidentität allen aufkleben sollte.

00:11:12: und ich sehe dann in diesen Spezifika sehe ich Sachen ja die man heute... Das ist heute im Westen mit spezifischen Osterfragungen.

00:11:22: Ist es ein

00:11:23: Impuls

00:11:24: für die westliche Gesellschaft?

00:11:26: wenn man es positiv und nicht bösartig populistisch verzerrt betrachten will.

00:11:30: Sehr wichtig war mir die sorgische Minderheit der Literatur, deren Sprache sowie wir in jener damals auf die rumänisch-deutsche Literatur da gab es eine Zeitschrift sehr geachtet haben und diese in fremderen Sprachen, in anderen Sprachen die ein Nahe sind, die zu vergleichen, die aufzunehmen das erhöhtes Sensibilität auch gegenüber den Lebenswirklichkeiten der Menschen.

00:11:53: Tja wunderbar!

00:11:54: Wir schauen jetzt mal auf die eigentlichen Texte.

00:11:57: Wodurch verbessert sich eigentlich Ihr Text?

00:12:00: Gab es Texte, wo's mehr als vier, fünf Korrekturgänger oder Versionen gab?

00:12:04: also wodurch?

00:12:06: und vielleicht nachher in der zweiten Podcastfolge die Frage welche beiden Texte liegen Ihnen eigentlich am meisten am Herzen?

00:12:14: ich weiß sie haben sehr viel geschrieben aber vielleicht haben Sie zwei Lieblingspassagen.

00:12:18: erst einmal gab es manchmal Texte an denen sie wirklich lange gearbeitet haben.

00:12:22: Wer war da beteiligt, außer vielleicht der Frau oder einem engen Freundeskreis?

00:12:28: Es gab Texte die lektoriert wurden sind.

00:12:30: So Beispiel in meinem kürzlich erschienenen Buch Trotzig lächeln und das Weltall streicheln gab es natürlich eine Lektorin.

00:12:39: ich sage natürlich dass es nicht mehr natürlich bei jedem Verlag ein Lektorkibt.

00:12:44: Und es gab aber auch vorher schon, ich habe mit Joachim Walter zusammengearbeitet von einem Buchverlag.

00:12:49: Da morgen durfte das Buch dann nicht mehr erscheinen.

00:12:51: Es gab zwei drei Freunde die das kritisch begutachtet haben.

00:12:57: Es gibt bei mir verschiedenartige Texte die ich sehr oft und manchmal vielleicht auch schlutrig für den Rundfunk geschrieben habe, die dann gesendet wurden sind im Bereich des Fürthons.

00:13:08: Die nicht gründlich lektoriert worden.

00:13:10: Dann gab es Texte an denen ich immer wiedergeschrieben habe.

00:13:14: Und ich habe sogar eine ganze Menge von Entwürfen, die mich noch nicht zufrieden stellen, die ich vielleicht am nächsten Tag oder in einem Jahr nochmal umschreiben werde immer wieder gearbeitet und manchmal ist ein Vierzeile auch sofort fertig.

00:13:32: Das kann ich eigentlich jetzt nicht nach einem pro-edologischen Prinzip beschreiben, die Dinge... Ich habe einen Bedürfnis nach einerseits Genauigkeit andererseits nach Intensität Und nicht jedes Gedicht kommt an diesen Punkt heran.

00:13:49: Sie nähern sich alle etwas in einem Gedichtband, der wird dann komponiert und einige erscheinen mir als sehr gelungen und ich habe schon zwei Gedichte im Kopf die ich dann doch vielleicht mal vordrahmen werde.

00:14:01: Gut kommen wir nochmal kurz zu dem Buch Trotzig Lächeln und das Weltall Streicheln Im Kanonverlag vor rund drei vier Jahren erschienen.

00:14:09: Auflage ist verkauft möglicherweise eine neue Auflage geben, vielleicht als Taschenbuch aber im Moment als E-Book.

00:14:16: Ich habe mir ein paar kleine Passagen rausgesucht, sind Texte aus vier Jahrzehnten und dieser kleine Text stammt der Westen im Osten Die USA, sie klang nach Jimi Hendrix und flüsterte die ganze Zeit.

00:14:28: Woodstock Der Roman, der Fänger im Roggen erschien sogar in der DDR und lieferte die Anregung für ein Buch von Ulrich Plänsdorf, also meinem Namensväter sozusagen.

00:14:40: Bisschen weiter unten schreiben sie dann, wir waren süchtig nach Poesie und sahen uns als Dichter!

00:14:46: Die Bescheideneren sahen sich nur als Schriftsteller.

00:14:49: schon vor dem November-Sixen-Siebzig gab es ständig Ärger.

00:14:53: Wir wollten keine Reserveoffizieranwärter sein und fegten von der Volkskammerwahl die Seminarleiterin wie man einen Gegenkandidaten zu Kurt Hager nominiert.

00:15:05: Das ist so ein ganz kleiner Einblick, ich habe zwei drei andere Passagen sodass wir vielleicht da nochmal kurz ins Gespräch kommen.

00:15:11: Der Westen im Osten wechselte ihre Funktion bevor er sich auflöste der Ostene Zwei Mal im Buch auftauchende Formulierung die ich sehr gut fand.

00:15:20: Ich vergesse zu erwähnen dass Widerstand und Akzeptieren oft in einem Menschenplatz finden nacheinander und miteinander verquickt.

00:15:29: Nein!

00:15:29: Ich schreibe keine Satiren mehr.

00:15:31: Wollen Sie vielleicht zu einem dieser beiden Aussagen kurz Stellung nehmen?

00:15:36: In einem Menschen.

00:15:37: Ja, das ist wirklich ein Identität-Mix eine permanente Auseinandersetzung und dieses Buch ist ja so komponiert dass es wie eine Collage ist aus verschiedenen Texten die zu verschiedenen Zeiten entstanden sind und die eine Mischung Normalität, erlebter Normalität und dann das Hingeinwürgen von DDR-spezifischen Verhältnissen zeigen.

00:16:00: Und zu dieser gelebten Normalität gehörte der Westen – der mediale Westen, der damals durch Fernsehen und Rundfunk vermittelt wurden war.

00:16:12: In jener empfingen wir mehr Westrundfunksender als DDR-Sender die ich in der Regel auch nicht hörte und insofern zeigt das eine ständige Suche.

00:16:25: Ich bin im Nachhinein überrascht,

00:16:27: wie

00:16:28: spannend das Leben doch war was mir damals sehr langweilig erschien.

00:16:33: Aber das ist vielleicht etwas, was viele Autoren beim Rückblick auf ihre Kindheit und das Heranwachsen sehen können.

00:16:43: Und ich finde auch die Ostdeutschen heute – das habe ich bei Lesungen sage das immer wieder – sollten ein bisschen neugieriger auf die Normalitäten in der Altenbundesrepublik sein, die ich zum Teil in einer anderen Geschichte als vertrauenserweggend normal, wenn ich dort durch das Urgebiet gereist bin.

00:17:06: bei Lesung an der neunziger Jahre war ganz viel im Westen unterwegs und auch in Schulen und anderen Stellen.

00:17:14: Und ich fand es sehr beruhigend dass ich wirklich keine Komplexe haben musste.

00:17:23: Ich finde es war eine sehr spannende Zeit in Jena die ich erlebt habe.

00:17:29: Weitere kleine Passage bevor wir zum Ende kommen.

00:17:31: Es geht um den Herbst, neunzehntneunundachtzig es geht um dem zehnten November also einen Tag vor Maueröffnung.

00:17:39: da hat ein Tag sorry ein Tag danach.

00:17:41: Da hatten sie Gespräch mit der Übersetzerin von dem Londoner Verlag die eine Lizenzausgabe eines ihrer Bücher machen wollten und dieser Verlag sagte sinngemäß Der englische Verlag Ja Wir sind uns gar nicht sicher ob überhaupt diese Bücher noch nach aus nach Ost Berlin liefern können aus Berlin noch existiert.

00:18:00: Zitat niemand sah die Auswirkungen der Entwicklung damals so präzise wie jener englische Verlag, die haben einfach gesagt ja wahrscheinlich gibt es die DDR-Balt nicht mehr und deswegen wollen wir dieses Buch nicht ausliefern.

00:18:12: ich vermute mal sie haben andere ähnliche Geschichten erlebt.

00:18:16: Ja, das ist.

00:18:17: Die Mama-Öffnung hat ganz privat betrachtet zwei oder drei Buchprojekte zerstört.

00:18:23: Ich war dann kein verbotener Autor mehr.

00:18:25: Dieses Buch schien keinen Sinn mir für den West zu machen.

00:18:29: Heute würde das vielleicht wieder anders gesehen.

00:18:31: heute gibt es in Großbritannien Durchaus ein Interesse an ostdeutsch konnotierter Literatur.

00:18:40: Die gesellschaftliche Entwicklung war mir wichtiger als die Fortbewahrung der eigenen dissidenten Existenz.

00:18:47: Das war ein notwendiger Preis, den ich gern gezahlt habe!

00:18:52: Gut, also das Buch aus dem ich jetzt ein bisschen zitiert habe.

00:18:54: Trotz der Glächeln und des Welts anstreicheln, also nur Antiquarisch oder eben als E-Book.

00:18:58: Lutz Rathenow vielen Dank für den ersten Teil des Gespräches!

00:19:02: Wir setzen es dann nächste Woche fort mit dem Einblick in Ihr Schreiben von Gedichten eine Form die natürlich sehr viel Schreiberfahrung erfordert.

00:19:11: Herzlichen Dank für heute auf Wiederhören.

00:19:16: Ja, herzlichen Dank nochmal dafür dass ich mit Ihnen dieses Gespräch führen durfte.

00:19:20: Folge eins von zwei nächste Woche gibt es die Fortsetzung und für Sie als Zuhörer das besondere Geschenk.

00:19:25: wer ein Exemplar dieses Buches mit dem Autogramm von Lutz Rathenow haben möchte melde sich bitte per E-Mail bei mir.

00:19:32: Plants at input minus Verlag.de.

00:19:35: Das Buch heißt Trotzig lächeln und das Weltall streicheln ist ein Hardcover Band berichtet eben über das Leben von Luzrateno mit Texten aus mehreren Jahrzehnten.

00:19:47: Das Buch gibt es genau einmal kostenlos für denjenigen, der sich bei mir per E-Mail meldet PlantsatInput-Verlag.de.

00:19:55: haben Sie Verständnis dafür?

00:19:56: Es gibt genau dieses eine Exemplar kostenlos.

00:19:58: Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

00:20:01: Schreiben sie mir eine E-mail und ich freue mich wenn die erste E-Meil kommt.

00:20:05: alle anderen gehen leider leer aus.

00:20:08: Vielen Dank und auf Wiederhören.

00:20:09: Nächste Woche gibt es die Folge zwei von zwei, das wird der Podcast Nummer dreihundertsechzig sein wie Verlagebücher machen Teil dreihundertvier.

00:20:18: Kommen Sie gut durch diese Woche auch wieder hören Ralf Blenz aus Hamburg.

Über diesen Podcast

In diesem wöchentlichen Podcast, einer Hörsendung des Hamburger Autors Ralf Plenz, erhält man einen Einblick in die Welt der Autoren, Lektoren, Gestalter, Büchermacher und Buchverkäufer. Bleiben Sie unserem Podcast treu! www.input-verlag.de

von und mit Ralf Plenz

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