Wöchentliches über Büchermacher und aktuelle Bücher
00:00:01: Herzlich Willkommen zu unserem Podcast der Büchermacher.
00:00:03: Mein Name ist Ralf Plents, wir sind bei Folge dreieinunddreienfünfzig im Bereich wie Verlagebücher machen teil zweieinhunderteinenneunzig.
00:00:10: Dies ist Folge vier von fünf zu dem Roman von George Song Indianer neu übersetzt von Sibylle Halberg.
00:00:18: Sibyle ist hier neben mir im Studio und diese heutige Folge wird ein bisschen kürzer.
00:00:23: Nein nun die letzte war auch ein bisschen länger.
00:00:25: Sibille erzählt uns was bisher geschah in den Folgen seit der Folge drei von fünf und jetzt hier, weil wir machen einen relativ großen zeitlichen Sprung.
00:00:36: Ja bevor ich das Kapitel vier und zwanzig lese versuche jetzt nochmal diesen Sprung von dem Ralfgard-Sprach darzustellen.
00:00:46: Wir gehen zu Sir Ralph mit pH.
00:00:48: Sir Ralph versucht vergeblich Indiana vor Raymond und seinen Machenschaften zu warnen.
00:00:55: Als ihr Gemal einmal nicht anwesend ist gibt sie den geliebten Schlüssel zum Park und erwartet ihn um Mitternacht wenn Ralf sich gewöhnlich in sein eigenes Wohnhaus zurückgezogen hat.
00:01:09: Plötzlich kommt sie auf die Idee, sich als nun zu verkleiden und sich mit dem Rücken zur Zimmertür zu setzen – so will sie Remo prüfen!
00:01:18: Der aber reagiert ganz anders als von ihr erhofft und bezeichnet Sie als grausam.
00:01:24: Dann will er sie sich gewaltsam nehmen.
00:01:27: Der Besuch wird zum Disaster.
00:01:30: Remo muss am Ende sogar heimlich fliehen weil der Ehemann zu früh
00:01:33: zurückkehrt.".
00:01:36: Remo von Ramier hat nun genug von Indiana und will sich ihrer entledigen.
00:01:42: Es kommt ihm dabei gelegen, dass der Oberst sich nach missglückten Geschäften erneut auf der Insel Bourbon niederzulassen gedenkt.
00:01:51: Indiana hat Remo aber verziehen liebt ihn immer noch und will unbedingt bei ihm bleiben.
00:01:57: Durch eine List gelingt es Remo sie vorerst davon abzuhalten.
00:02:02: Zum Schein bleibt er freundlich zu ihr jedoch mit einer gewissen Zurückhaltung die ihr nicht entgeht.
00:02:09: Schließlich ergreift sie die Initiative, verlässt spätabends ihr Haus und begibt sich direkt zu Raymond.
00:02:17: Im Streit verliert er die Fassung – Sie nahezu das Bewusstsein!
00:02:23: Am nächsten Morgen verläszt sie Raymond seelisch schwer verwundet, geht mechanisch immer weiter bis sie zur Säne gelangt und an einer geeigneten Stelle wie im Traum immer tiefer ins kalte Wasser
00:02:36: wartet.".
00:02:38: Gefunden wird sie von der Jagdhündin Ophelia, gerettet von Sir Ralf, den eine Ahnung genau in die Richtige gegend geführt hatte.
00:02:49: Indiana sucht die Schuld bei sich selbst – verzeiht Remo erneut, schreibt ihm einen zärtlichen Brief, indem sie ihn frei gibt und bricht mit ihrem Gatten nach der Insel Bourbon auf.
00:03:03: Remo seinerseits fühlt sich plötzlich einsam und allein und beantwortet schließlich Indianers Brief mit einem herzzerreißenden Brief seinerseits.
00:03:15: Jetzt Kapitel Vierundzwanzig Während der drei Monate, die zwischen dem Absenden dieses Briefes und seine Ankunft auf den Insel Bourbon verstrichen hatte sich ein Zwischenfall ereignet, der Indianerstage nahezu unerträglich machte.
00:03:33: Sie führte einen Tagebuch und die Empfindungen und Gedanken, die sie darin niederschrieb richtete sie an Raymond.
00:03:40: Obwohl sie nicht beabsichtigte es ihm jemals zu schicken.
00:03:45: Dieses Buch fiel oberst Delmar in die Hände – das heißt er erbrach die Kassette, in der Indiana ist zusammen mit Raymond's Briefen verwarte – und las die Schrift mit rasender Eifersucht!
00:03:58: In einem ersten Wutanfall verlor er alle Selbstbeherrschung und stellte sich seiner Frau mit geballten Fäusten entgegen als sie von ihrem Spaziergang zurückkam.
00:04:08: Ohne ein Wort zu sagen, geriss er sich an den Haaren, warf sie auf die Erde und versetzte ihr mit dem Stiefelabsatz einen Tritt gegen die Stirn.
00:04:18: Kaum aber hatte er seine ahnungslosen Frau dieses blutige Mal seiner Gewalttätigkeit verpasst, als er sich schon selbst dafür verabscheute.
00:04:28: Entsetzt über seine eigene Zügellosigkeit schloss er sich ein, lud seine Pistole und wollte sich augenblicklich erschießen!
00:04:36: Als er aber gerade im Begriff war, abzudrücken, sah er durch die gläserne Verandertür wie Indiana sich wieder aufrichtete und ganz in Ruhe das Blut, dass ihr übers Gesicht lief, abwischte.
00:04:49: Im ersten Moment war er froh und erleichtert, daß er sie nicht umgebracht hatte – dann aber entbrannte sein Zorn von Neuem!
00:04:59: Es ist also nur ein Kratzer, poltete er los, du Miststück verdienst den Tod tausendfach?
00:05:05: Nein ich erschieße mich
00:05:06: nicht!".
00:05:07: denn du würdest nur in den Armen deines geliebten Triumphieren.
00:05:12: Ich werde leben, ich werde euch quälen und mich daran weiden wie Du vor Sehnsucht und Schmerz vergehst!
00:05:20: Ich werde den hinterhältigen Lumpen der sein Spiel mit mir treibt, der öffentliche Verachtung
00:05:27: preisgeben.".
00:05:29: Er kämpfte noch gegen seine maßlose Wut an als Ralf Indianer mit aufgelöstem Haar- und blutender Stirn fand.
00:05:38: Indianer fragte er erschrocken, wer hat dich so zugerichtet?
00:05:43: Das fragst du noch, antwortete sie mit bitterem Lächeln.
00:05:47: Wer anderes als dein Freund hatte das Recht dazu und auch den Willen!
00:05:53: Mit zwei Sätzen war Ralf an der Verandertür.
00:05:57: Mit einem Faustschlag stieß er sie auf und entdeckte den Oberst nach Luft ringend am Boden.
00:06:04: Sein Gesicht war blau angelaufen und der Hals geschwollen.
00:06:08: Schnell raffte Ralf die umherliegenden Papiere zusammen.
00:06:12: Als er Ramos Handschrift erkannte und die aufgebrochene Kassette sah, begriff er was vorgegangen war.
00:06:20: Schnell brachte er Indianer das Tagebuch und die Briefe und riet ihr alles schnellstmöglich zu verbrennen – denn wahrscheinlich hatte sich ihr gerade nicht die Zeit genommen jede Seite zu lesen!
00:06:32: Außerdem bat er Indianern in ihr Zimmer zu gehen, um mit der Verletzung im Gesicht nicht gesehen zu
00:06:38: werden.".
00:06:40: Er wollte in des Bedienstete herbeirufen, die dem Oberst beistehen und ihn versorgen sollten.
00:06:47: Indianer aber wollte weder die Papiere verbrennen noch ihre Wunde verbergen.
00:06:52: Nein, sagte sie entschieden, jeder soll sehen dass dieser Mann mir sein eigenes Schandmal wie einen Stempel auf die Stirn gedrückt hat!
00:07:02: Sobald der Oberst sich wieder erholt hatte überhäufte Ralph ihn mit heftigen Vorwürfen.
00:07:10: Herr Delmar, der im Grunde kein bösartiger Mann war, weinte über seinen Fehltritt wie ein Kind und wollte seine Frau um Verzeihung bitten.
00:07:19: Aber Reif suchte ihm begreiflich zu machen, dass er sich mit einem Versöhnungsversuch in Indianers Augen nur selbst erniedrigen würde – ohne das seine Tat gesühnt wäre!
00:07:30: In Folge dieses tragischen Vorfalls war der Oberst seiner Gattin gleichsam verhasst.
00:07:36: Sie hatte auch noch den letzten Restachtung vor ihm
00:07:38: verloren.".
00:07:40: Er konnte machen, was er wollte – um sie gnädig zu stimmen.
00:07:44: Übrigens handelte er nicht ganz selbstlos.
00:07:48: Er spürte die zunehmenden Beschwerden des Alters, war auf die Pflege seiner Frau angewiesen und mit jedem Tag wuchs seine Furcht vor der Einsamkeit.
00:08:00: Seit dem Gewaltausbruch ihres Gemals hatte Indiana sich mit dem Gedanken getragen zu fliehen.
00:08:06: Nur war die Inseln nicht groß genug, um sich unbemerkt zu entfernen!
00:08:11: Aber der Gedanke, zwischen sich und dem Tyrannen das Meer zu wissen ließ sie nicht mehr los.
00:08:17: Und als Remonds Brief sie erreichte war alles andere vergessen.
00:08:22: Die Schilderung seiner Tage entzündete in ihrem Herzen ein Feuer aus Leidenschaft Großmut und Nachsicht – was ganz ihrer Natur entsprach.
00:08:33: Offensichtlich war er verlassen und sehr unglücklich!
00:08:37: Und sie fühlte oder glaubte zu fühlen dass ihre Liebe zu ihm noch nie so groß gewesen war wie jetzt.
00:08:44: Sie war mehr als gewillt, die Vergangenheit ruhen zu lassen.
00:08:48: Ihre Hochstimmung war so berauschend, das sie für ihn noch zu wenig zu tun glaubte, wenn sie ihren jähzornigen Gatten unter Lebensgefahr verließ und die Beschwerlichkeit einer monatelang Reise auf sich nahm.
00:09:03: Sie musste heimlich abreisen!
00:09:06: Es war jedoch sehr schwierig des obersten Misstrauen und Ralfs Städte Umsicht zu täuschen.
00:09:12: Doch das war nicht das Haupthindernis!
00:09:15: Niemand konnte die Insel Bourbon verlassen, ohne dass es vorher in den Zeitungen gegeben worden war – so wollte es das Gesetz.
00:09:26: Unter den wenigen Schiffen, die vor der Insel bourbon auf gefährlicher Rede lagen, war die Eugène, die in Kürze nach Europa aufbrechen
00:09:36: würde.".
00:09:37: Indianer suchte lange nach einer Gelegenheit, unbeobachtet mit dem Kapitän sprechen zu können.
00:09:43: Aber so oft sie den Wunsch äußerte einen Gang in den Hafen zu machen, musste Ralf sie auf ausdrückliches Verlangen des Gatten begleiten.
00:09:53: Eines Tages erfuhr sie das der Kapitäne der Eugène des öfteren eine im Landesinneren wohnhafte Verwandte besuchte und erst abends auf sein Schiff zurückkehrte.
00:10:06: Von ihrem Felsen aus beobachtete sie nun regelmäßig den Bergpfad, den Kapitän Rondon nehmen musste um zum Hafen zu gelangen.
00:10:17: Zwei Tage vor Abfahrt des Schiffes war endlich eine günstige Gelegenheit gekommen.
00:10:22: Sie sah den Kapitänen auf dem Weg herannahmen und eilte auf ihn zu.
00:10:27: Mein Herr sprach sie ihnen an Und nahm all ihren Mut zusammen.
00:10:33: Ich bin gekommen meine Ehre und mein Leben in ihre Hände zu legen.
00:10:37: Ich will die Kolonie heimlich verlassen und nach Frankreich zurückkehren.
00:10:42: Falls Sie das Geheimnis, dass ich Ihnen an Vertraue verraten, bleibt mir keine andere Wahl als mich ins Meer zu stürzen!
00:10:50: Ich bin sehr unglücklich.
00:10:51: Wenn sie wüssten wie entsetzlich sich mein Dasein auf dieser Insel gestaltet, hätten sie Mitleid mit
00:10:57: mir.".
00:11:00: Die edle rührende Ausdrucksweise Indianers imponierte dem Kapitän.
00:11:05: Er ahnte sogleich wen er vor sich hatte denn jener Vorfall zwischen Herrn Delmar und seiner jungen Gattin war in der ganzen Kolonie bekannt geworden.
00:11:16: Als sein Blick nun auf diese schöne zarte Frau fiel, ging ihm ihre Unschuld und Reinheit zu Herzen – und tiefes Mitgefühl ergriff ihn als er auf ihrer Stirn eine rote noch nicht abgeheilte Wunde wahrnahm.
00:11:31: Er hatte mit ihrem Gatten schon in Handelsverbindungen gestanden und hegte gegen den Mann einen Groll, weil dieser in seinen Geschäften zu eisern unerbittlich und unbeugsam war.
00:11:43: Zum Teufel bekannte der Kapitän ganz offen, Delmar ist ein Freibäuter, dem ich sehr gerne einen Streich spiele!
00:11:51: Aber bedenken Sie, dass mein guter Ruf hier auf dem Spiel steht – sie müssen heimlich in der Nacht und ohne jedes Aufsehen ihr Haus verlassen, sobald kein Mondlicht mehr zu sehen ist?
00:12:03: Ich weiß, mein Herr, antwortete ihm Indianer Dass sie mir diesen für mich so überaus wichtigen Dienst nur erweisen können, wenn Sie das Gesetz übertreten und dass Sie vielleicht Gefahr laufen eine hohe Strafe zahlen zu müssen.
00:12:18: Deshalb biete ich Ihnen meinen Schmuck an dessen Wert wenigstens dem doppelten Preis für die Überfahrt entspricht.
00:12:25: Sie übergab ihm ein Kästchen mit Juwelen, die ihr Einstfrau von Kavayal geschenkt hatte.
00:12:32: Sie waren Indianers ganzes Vermögen!
00:12:36: Der Kapitän nahm Lächeln den Schmuck an sich und sagte, jetzt ist nicht die Zeit eine Rechnung aufzumachen.
00:12:42: Aber ich will sehr gern ihr kleines Vermögen in Verwahrung nehmen!
00:12:47: Unter diesen besonderen Umständen haben sie sicherlich kein großes Gepäck.
00:12:52: Begeben Sie sich daher in der Nacht vor unserer Abfahrt zur kleinen Palmenbucht, wohin ein mit zwei Matrosen bemanntes Boot kommen wird um sie zwischen ein- und zweihuhrmorgens an Bord zu
00:13:05: nehmen.".
00:13:08: Ich habe sehr gespannt zugehört.
00:13:10: Alle Voraussicht nach wird also Indianern und Fliehen und nächste Woche, da erfahren wir dann... Nein!
00:13:16: Wir fahren nicht das Ende des Buches.
00:13:19: Wir erfahren aber zumindestens wie die Flucht weitergeht und wir deuten das Ende dieses Buches zumindest an.
00:13:26: Das Buch kostet vierundzwanzig Euro hat zweihundertzwanziger Seiten.
00:13:35: Ja, ich hoffe Sie halten bis nächste Woche durch um sich erzählen zu lassen vorlesen zu lassen wie es weitergeht.
00:13:41: Ansebille Halberg ganz herzlichen Dank und für sie kommen Sie gut durch diese Woche.
00:13:45: Nächste Woche gibt's die Folge.
00:13:46: dreieinhalbfünfzig im Bereich wieverlage Büchermachenteil zweienhundertzweiundneunzig aus Hamburg grüßte ganz herzlich Ralf Plänt ihr Büchernacher auf Wiederhören!