Der Büchermacher

Der Büchermacher

Wöchentliches über Büchermacher und aktuelle Bücher

Transkript

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00:00:01: Herzlich Willkommen zu unserem Podcast der Büchermacher.

00:00:03: Wir sind bei Folge dreieinundvierzig im Bereich wie Verlage Büchern machen, Teil zweieinhalbfünfundachtzig.

00:00:08: Mein Name ist Ralph Plants ich bin Autor und Sprecher und wir wollen jetzt in fünf Folgen wiederholen was wir schon an erfolgreichen Podcast hatten.

00:00:18: Die hatten teilweise viele hundert Abrufe und manch einer hat die noch nie entdeckt und deswegen wollen wir sie jetzt nochmal neu ausspielen wenn immer Sie.

00:00:25: Folge zweihundertdreiundzwanzig zum Thema Lektorat und Herstellung die lief vor ungefähr zwei Jahren, es lohnt sich da hinein zu hören.

00:00:33: Mein Name ist Ralf Blänz aus Hamburg und ich bin Autor und Sprecher.

00:00:37: Es geht um den Kern der Verlagsarbeit, um das Lektorat.

00:00:42: Da vermutet man ja, dass sind die Leute, die lesen und beurteilen und dann lesen sie wieder und dann korrigieren Sie und und und Das will ich jetzt ein bisschen genauer differenzieren Und unterscheide zwischen redigieren und korrigeren Und natürlich gibt es dann auch noch den Unterschied des Projektmanagement.

00:01:00: Auf diese Punkte gehe ich ein, nicht unbedingt ganz intensiv aber so, dass Sie das glaube ich nachvollziehen können – wir fangen mit dem Redigieren an!

00:01:07: Ja, einen interner oder externe Lector prüft Manuskripte vor ihrer Annahme inhaltlich sowie sprachlich und er beobachtet sehr genau den Markt.

00:01:19: Nach der Entscheidung für die Veröffentlichung eines Manuskrypts sollte er den Text in einem weiteren Arbeitsgang genau innerlich überprüfen.

00:01:26: Erst im nächsten Arbeitsgang sollten sprachliche Fehler und Rechtschreibfehler angegangen werden.

00:01:32: Da muss ich schon gleich einhalten, wie viel Manuskripte bekommt einen Verlag?

00:01:35: Das hängt natürlich sehr von der Größe und seiner inhaltlichen Ausrichtung ab.

00:01:38: Und davon, wie bekannt er ist, das können viele, viele Hundert Manuskrypte im Jahr sein!

00:01:43: Wenn ein Lektor Hunderte von Manuskten lesen soll, ist er überfordert.

00:01:47: Wir reden erst mal von dem Idealfall.

00:01:48: Der Lektur hat so und zu viele Manuskypte die wirklich infrage kommen.

00:01:52: Er liest sie beurteilt sie und dann kommen diese Arbeitsgänge.

00:01:55: Ja, in dem dann nächsten Arbeitsgang sollten sprachliche Fehler und Rechtschreibfehler angegangen werden.

00:02:02: Und der Trend der letzten Jahre geht natürlich in die Richtung dass ein Lektor im Verlag mehr ein Projektmanager ist und die beiden letztgenannten Aspekte seiner Tätigkeit zunehmend von selbstständigen Außenlektoren gegen Zahlung eines meist pauschalen Honorars übernommen wird.

00:02:18: Das heißt der Lector liest gar nicht und er arbeitet nicht wirklich am Text, weil die Realität im Verlag ist.

00:02:24: Er muss sich wirklich um viele andere Dinge kümmern.

00:02:28: Können wir nochmal zum Idealfall zurück?

00:02:29: Ein Lector muss auf jeden Fall ein genauer Kenner der Bedürfnisgruppe des Lesers seines Fachbereichs sein und viele Außenkontakte zu informanten Multiplikatoren, Autoren ja auch Fachkongressen haben.

00:02:42: nur dann kann er überhaupt zielgerichtet die richtigen Manuskripte auswählen Beziehungsweise auch, dass es der Trend der letzten vielen Jahre gezielt bei professionellen Autoren in Auftrag geben.

00:02:52: Und sie glauben gar nicht liebe Zuhörer wie viele Manuskripte auftrachtsarbeiten sind!

00:02:56: Denn ein Verlag hat die und die Aspekte in seinem Programm.

00:02:59: Und dann stellt er fest, da haben wir noch eine Lücke oder während der Titel verkauft sich recht gut aber da fehlt noch einen Aspekt oder Wir brauchen noch ein Lehrwerk was die und Die aspekte zusammenfasst.

00:03:09: Was es in dieser Form noch nicht gibt sondern sind das Auftrasswerke die manchmal von einem autoren team Gelegenlich auch von einzelnen erfüllt werden und so eine auftragsarbeite kann durchaus ein bis vier Jahre dauern also dass die Lektorate, die Projektmanager in den Verlagen Werke in Auftrag geben.

00:03:25: Das ist für den Autor natürlich ideal.

00:03:27: er kriegt so ein Auftrag mit klarer Terminvorgabe, klarer inhaltlicher Vorgabe klarem Abgabetermin und natürlich auch einem entsprechend guten Honorar.

00:03:36: aber an diesem Punkt muss man als Autoerstkommen das man gefragt wird Ja und die vielen frei beruflichen Lektoren, wo bekommt man sie her?

00:03:43: Es gibt seit weit über zwanzig Jahren ein Verband.

00:03:46: Das ist der Verband der freien Lektorinnen und Lektoren Und dort haben sich rund eintausends möglich mittlerweile auch schon mehr sein Freilektoren auf einer Plattform zusammengeschlossen Und diese Lektoren bieten zum einen ihre Arbeit an, sagen was über ihre inhaltlichen Schwerpunkte.

00:04:01: Es ist ein Portal für die Vernetzung und auch für Weiterbildung.

00:04:05: Die Webadresse ist www.vlll.de Also Verband der freien Lektoren und Lektorinnen.

00:04:16: Hat man die ersten zwei oder fünf Lektoring vielleicht mal persönlich kennengelernt?

00:04:20: Dann wird man schon merken wie die Chemie ist.

00:04:24: die empfehlen dann ach, nimm mal lieber den und den Kollegen.

00:04:27: Wenn man wirklich auf der Suche nach einem Lektorat ist.

00:04:30: Ja und jetzt kommt jetzt der Übergang.

00:04:32: das Manuskript is scheinbar fertig?

00:04:34: Der Übergangs zum Layouten!

00:04:35: Und ich möchte dass aus einer gewissen Tradition heraus Setzen nennen.

00:04:39: Denn das reine Layout in ist ja nur das hin- und herschieben von Texts und Bildelementen.

00:04:44: Das ist jedenfalls die Definition beim Setzen.

00:04:46: da geht es um mehr.

00:04:48: wenn der Setser das Manuschript bekommt Ach, solltet ihr das überhaupt bekommen bevor es dreimal Korrektor gelesen ist?

00:04:54: Nein!

00:04:55: Maneskript ist in heutzutage immer digital.

00:04:57: Das heißt der Setzer tippt gar nicht mehr.

00:04:59: Gucken wir fünftig, achtzig und hundert Jahre zurück dann war der Setzer derjenige der getippt hat.

00:05:04: Nun, das gibt es nicht mehr... Es gibt ja eine Datei, eine World-Datei, OpenOffice-Datae was auch immer vielleicht im schlechtesten Fall ne PDF-Datai Und der Setze bekommt die und darf den überhaupt kriegen wovon er nicht mindestens dreimal korrigiert ist?

00:05:19: Das ist leider trotzdem manchmal die Realität, dass man sagt ach das geben wir mal eben in Satz.

00:05:24: Ja und dann stellt man fest oh da sind hier noch Fehler.

00:05:29: an das haben wir nicht gedacht oder gibt es Ungereimtheiten und dann wird der Buchproduktion deutlich teurer als ursprünglich geplant.

00:05:37: also wir widmen uns jetzt der Vorschufe bevor die Datei zum Setzer geht.

00:05:41: Und jetzt kommt dieser Aspekt des Korrigierens.

00:05:44: Üblicherweise wird der Text in einer guten Setzerei vor dem Ausdruck oder der Belichtung schon einmal Korrektor gelesen wird.

00:05:51: Aber das ist die Realität, die es nicht mehr gibt!

00:05:54: Wenn der Text-Erfasser – und das ist ja meistens der Autor oder vielleicht eine Sekretärin, denn gute Texte werden durchaus manchmal noch diktiert ….

00:06:00: wenn also der Textterr über ein gutes Rechtschreibprüfprogramm auf seinem Rechner verfügt, da gibt diverse Zusätze zu Void und anderen Programmen, dass zudem auch mit einem selben Trendprogramm verknüpft ist… dann wird man nur ganz wenigen und meist sinnentstellenden Fehlern rechnen müssen.

00:06:20: Zum Beispiel Rinder statt Kinder.

00:06:22: Beides ist richtig geschrieben, hat aber einen völlig anderen Bedeutung, kann aber beim Tippen passieren.

00:06:26: Groß-Kleinschreibungen unter und unten wird üblicherweise angezeigt, aber es gibt ja das eine Wort sowohl der groß als auch in der Kleinschreibung.

00:06:32: die Entscheidung, ist das grammatisch richtiger oder nein?

00:06:36: Ja und jetzt kommen wir dahin, dass man sowas wie eine Satzfahne machen könnte.

00:06:40: Da denken sie auch naja das ist irgendwie dreißig, vierzig, sechzig Jahre her, da es so was gab.

00:06:43: aber natürlich kann man das auch heutzutage noch machen.

00:06:46: Man wählt im Layout-Programm die richtige Schriftart, die richtige Größe und zwar exakt mein wegen zehn Komma drei Zentimeter breit.

00:06:55: Exakt die richtige schrift, die auch im Layouts benutzt wird und die Größe aber mit einem größeren Zeilenabstand damit man etwas dazwischen schreiben kann Also durchgehend?

00:07:10: Die ist nicht mit dem Buchleiort identisch, was die Länge angeht.

00:07:13: Aber die Breite und die Trennungen stimmen schon hundertprozentig Und auf dieser Satzfahne notiert man dann vorläufige Seitenzahlen.

00:07:21: Ja!

00:07:21: Wenn man diesen Text als Satz-Fahne aus dem Textverarbeitungsprogramm erhält Oder ein Layout-Programm, dafür würde ich plädieren weil das exakt die richtigen Trennung sind.

00:07:30: Dann sollte man diesen Text von mindestens zwei Personen den der Rechtschreibung und Zeichensetzung sicherlich auf Fehler lesen lassen.

00:07:39: Und man sollte dabei bedenken dass der Autor eines Textes oder der Lektor und Verleger kann gar nicht alle Fehler finden denn er hat den Text schon zu oft gelesen Das kennen sie alle.

00:07:49: Der überfliegt ihn trotz hoher Konzentration nur.

00:07:52: Ach ja warum?

00:07:53: Weil er ihn ja kennt.

00:07:54: Ja, da sollte man lieber im Zweifelsfall einen externen Korrektorleser gut geübten Gamanistikstudenten zahlen.

00:08:01: Vielleicht zwölf Euro eine Stunde, vielleicht fünfzehn für das Korrektor lesen!

00:08:05: Denn es ist natürlich peinlich und wirft ein schlechtes Licht auf den Verlag wenn ein Buch oder eine Zeitschrift mit zu fehlen Fehlern herausgegeben wird.

00:08:13: Auch sollte der Korrector immer genügend Korreaktur Tage haben denn wenn er unter Zeitdruck oder übermütet ist und liest übersieht er viele Fehler.

00:08:22: Aus diesem Grund braucht man auch zwei Korrektoren.

00:08:25: Bei spannenden Texten kann es hilfreich sein, den Text von hinten nach vorne zu lesen – auch das ist ein Tipp, den ich gerne weitergeben möchte!

00:08:32: Lesen Sie den Text vom hinten nach vorn oder lassen Sie ihn entsprechend lesen?

00:08:37: Ja und das kann man natürlich auch in der PDF-Datei machen.

00:08:39: Man kann dort die digitalen Anmerkungen machen.

00:08:41: aber wir wissen eigentlich alle ja das wissen wir.

00:08:44: bei digitalem Lesen übersieht man letztlich doch einiges.

00:08:49: Es gibt durchaus Leute, die können das perfekt und sind da sehr gut drin.

00:08:52: Aber wenn man es dann auf Papier liest, wird man hinterher feststellen doch noch Fehler übersehen!

00:08:57: Nachdem es eben die Korrekturen eingearbeitet wurden ist es für diese Version, die der Autor dann nochmal bekommt unerheblich ob er eine Version erhält in der die korrektoren schon mit Rot eingezeichnet sind also auf einer Kopie oder ob er eben das aus dem Out-Programm erhält aber eben noch nicht mit den richtigen Seitenzahlen und langen Fahren.

00:09:16: Er soll den Text nämlich überwiegend daraufhin überprüfen, ob der Setzer die Korrektoren inhaltliche Fehler gemacht haben.

00:09:23: Ob vielleicht aus welchen Gründen auch immer Absitz und Wörter verschwunden sind oder vergessen wurden oder geändert worden?

00:09:30: Der Outer soll überprüffen, ob alle Zahlen und Namen richtig geschrieben sind usw.

00:09:34: Wenn möglich sollte der Outer nur unbedingt notwendige Korreakturen wie die Aktualisierung von Daten und von inhaltlichen Aussagen vornehmen.

00:09:42: Ja und wenn wir dann bereits im Learn-Out sind Dann greifen Dinge aus dem Autorenvertrag, denn jede sogenannte Autorenkorrektur wird vom Setzer zusätzlich in Rechnung gestellt.

00:09:53: Denn der Setzer haftet nur für selbstverschuldete Fehler.

00:09:56: und schließlich hat man dann ein Manuskript in der vom Setter vorliegende Form mit dem Auto besprochen.

00:10:02: es akzeptiert ja und beschlossen ist zu veröffentlichen.

00:10:05: Und wirklich jeder Autoren Korrektor verzögert natürlich auch den Workflow und möglicherweise sogar das Erscheinen der Publikation.

00:10:14: Das heißt ein Auto darf eigentlich gar nicht mal eingreifen, wenn wirklich die letzten Korrekturen da waren.

00:10:18: Und eigentlich sollte er das Layout nicht sehen.

00:10:20: Das ist aber eine Diskussion, die kann man nur unter vier oder sechs Augen führen.

00:10:24: Ich plädiere dafür der Autor sieht es nicht mehr Denn wenn er dann anfängt korrektur ausführen lassen zu wollen Dann sind die Kommunikationswege sehr aufwendig und Es wird wirklich teuer und es verzögert den ganzen Prozess.

00:10:38: Ja angenommen auto würde jetzt doch noch was ergänzen und stellen wir uns mal vor, er fügt eine kleine Textmenge hinzu oder verändert Absätze oder variiert etwas.

00:10:49: Die Länge der Kapitel kann sich dadurch verändern – manchmal sogar stark verändern -, dass sich beispielsweise Kapitel vier nicht mehr auf Seite forty-seitig an der linken Seite befindet und dort endet sondern auf Seite siebenundvierzig.

00:10:59: damit verschiebt sich das Kapitel fünf.

00:11:02: Das sollte nämlich rechts beginnen von Seite siebendvierziger auf neunundvierzig.

00:11:05: Ja, und Sie können sich vorstellen was das dann in Gang setzt wenn man solche Korrekturen ausübt.

00:11:09: Das heißt Zeilen genau korrigieren kann man in Notfällen noch im Layout?

00:11:13: Ja aber mehr auch nicht!

00:11:15: Und trotzdem ich plädiere immer dafür es nicht zu tun weil man hat den Text ja vorher schon drei vier mal gelesen und bearbeitet und in der richtigen Schriftart und Größe gesehen.

00:11:23: Wenn man gewissenhaft arbeitet so verlangt man von einem Setzer wenn es wirklich mehrere Autorenkorrektur geben sollte auch noch einen weiteren Korrektor laufen Denn natürlich kann er im neuen Text ebenfalls einen Fehler einbauen.

00:11:36: Das kann passieren und letztlich das ärgerliche ist, es dauert und kostet.

00:11:41: Darauf dass der Setzer alle von Mitarbeitern ihres Verlages angestrichenen Satzfehler Gewissenhaft korrigiert sollten sie sich eigentlich verlassen können.

00:11:49: also man trennt zwischen der elektronischen Textkorrektur meist in Void und OpenOffice und dem späteren Layout Und das kann ich nicht oft genug wiederholen.

00:11:58: Es ist einfach so und dieser Weg mit Satzfahren zu arbeiten, die noch nicht im Laute entsprechen aber den richtigen Trennungen wo man dann auch die Anzahl der Zeilen zählen kann.

00:12:07: Der ist natürlich ein sehr schöner Weg!

00:12:09: Die Korrektoren und Autoren sollten sich unbedingt an die im Duden festgelegten gebräuchlichen Korrektorzeichen halten... ...und auch an die Rechtschreibung laut Duden damit er Setzer in seiner Arbeit nicht aufgehalten wird weil er Rückfragen hat.

00:12:22: Die Korrecturen müssen eindeutig sein und farbig hervorgehoben werden, also weder mit Bleistift noch mit Coolschreibern sondern wirklich mit Rot oder Grün.

00:12:30: Wenn Autoren bei Prosa-Texten manchmal eine etwas eigenwillige Rechtschreibung und Zeichensetzung wünschen sollten sie das dem Korrektor rechtzeitig mitteilen.

00:12:40: Denn wenn man als Verleger das Manuscript bereits gut kennt und die Eigenarten des Autos dann muss man darauf Rücksicht nehmen.

00:12:47: Man muss nicht aber...wenn man das mit dem Auto vereinbart hat dann sollte man es dem Setzer auch sagen.

00:12:52: Neben den Fehlerkorrekturen und den Autorenkorreakturen gibt es noch eine dritte Art von Korrektur.

00:12:57: Ja, wirklich wenn sie im bereits gesetzten Text der in Seiten aufgeteilt ist – mein wegen sechzehn Zahlen pro Seite jedes Kapitel fängt mit einer neuen Seite an

00:13:05: usw.,

00:13:06: Wenn man darin korrigiert ergeben sich manchmal aus dieser Seitenaufteilung heraus Korrektion Notwendigkeiten.

00:13:12: Und dem Podcast über Typografie habe ich bereits erwähnt dass man Hurenkinder und Schusterjungen vermeiden sollte.

00:13:19: Horenkind ist das alleinstehende Wort oder sogar nur eine Silbe oben auf einer Zeile und dann beginnt Absatz, sieht ganz hässlich aus.

00:13:26: Und der Schuss der Junge ist wenn man unten in den letzten Zeilen einen neuen Absatz beginnt also Einzug und eine einzige Zeile auf einer unteren Seite hat.

00:13:35: Das sollte man unbedingt vermeiden.

00:13:37: Diese Notwendigkeiten muss der Setzer bearbeiten und eine Lösung finden.

00:13:42: Haben Sie als auf einer neuen Seite ein einzelnes Wort?

00:13:44: Oder gar eine Vollständige Zeile und es folgt ein Absatz danach.

00:13:48: Die Seite fängt nicht als Block, sondern mit einer Treppe an – nämlich mit einem Hurenkind.

00:13:52: So sollte man versuchen durch vorsichtige Streichungen oder Ergänzungen im vorangegangenen Absatz den Zeilenfall so zu verändern dass der Text etwas kürzer wird und der Absatz auf der vorangegangene Seite endet.

00:14:03: Das ist also eine ästhetische Frage das man Hurenkinderunschuss der Jungen vermeidet Oder man ergänzt mit wenigen Füllwörtern den Text so, dass die wenigen Wörter der ersten Zeile der neuen Seite sich zu etwas mehr als einer Zeile summieren.

00:14:17: Ähnlich verfährt man wenn man ein Schusterjungen hat – das hatte ich vorhin erläutert oder wenn der Absatz mit einem einzeln wegen Wort endet.

00:14:23: also ein beliebiger Absatz mitten in einer Seite endet am Schluss mit mein wegen dem Wort erwartet und es wird getrennt Erwaren Und in der letzten Zeile steht nur Tet.

00:14:33: Das ist sehr sehr unschön denn Wenn danach dann ein neuer Absatz mit Einzug beginnt, dann steht dort Ted Punkt und es beginnt neue Absatze.

00:14:41: Sehr unschön!

00:14:42: Also man sollte versuchen das letzte Wort eines Absatzes nicht zu trennen.

00:14:46: Ja da sind also drei Arten von Trennung die man vermeiden sollte und man sollte eingreifen im Layout.

00:14:51: Bei all diesen Korrekturen sollten sie unbedingt vorher den Autor oder von Unterrichten.

00:14:56: ja vielleicht hat er sogar bessere Änderungsvorschläge als Sie.

00:14:59: aber man kann auch mit ganz vorsichtigen Korreakturen den Zeilenfall an der Seite davor verändern und dadurch vermeidet man dann zum Beispiel ein Hohenkind oder Schuster Junge, weil dort eine andere Trennung ist.

00:15:12: Und dann haben wir ne andere Absatzreinfolge.

00:15:14: Dann haben wir eine andere einen anderen Zeilenfall.

00:15:16: das kann sich ergeben.

00:15:17: Diese letzten Feinheiten der Korrektur fallen erst dann an wenn sie dem Setzer auf den Faden bereits angegeben haben wo die Textseite aufhört und wie ihr den sogenannten Seitenumbruch mit den zugehörigen Seitenzahlen vornehmen kann.

00:15:29: Das heißt man entscheidet es bevor's ins Laut geht!

00:15:31: Es ist optimal.

00:15:32: Es wird nicht immer möglich sein, bereits bei der ersten Korrektur den Seitenumbruch festzulegen.

00:15:37: Beispielsweise dann sich der Zeilenfall durch Ergänzung und Streichungen mehr als nur geringfügig verändert hat.

00:15:44: Sie können sich den Text auch vom Setzer von Anfang an mit Seite- und Umbruchenseitenzahl direkt auf Stand setzen lassen was natürlich etwas teurer ist Und die ursprüngliche Bearbeitung mit dem Textverarbeitungsprogramm ist natürlich vorausgesetzt!

00:15:57: Wenn dann Korreakturen sind das sollte möglichst nichts passieren.

00:16:00: Alle diejenigen von Ihnen schon ein oder mehrere Bücher geschrieben haben, die wissen wie aufwendig das sein kann und wie man das vermeiden sollte.

00:16:08: Haben Sie heute gelernt?

00:16:09: Ja!

00:16:10: Und wann geht es genauer Satzspiegelformat festgelegt wird?

00:16:13: Das will ich dann im Kapitel layout mit Ihnen in dem nächsten Podcast besprechen.

00:16:18: aber heute habe ich noch eine sehr kompakte Sache mit Ihnen vor nämlich eine Checkliste Manuskript für den Lector und Verleger.

00:16:25: also was muss man alles bedenken?

00:16:28: Ist das Manuskript vollständig?

00:16:30: Also ist Titel und Untertitel all das da.

00:16:33: Ist der Text vollständlich alle Kapitel, sind alle Bildunterschriften und Tabellen da?

00:16:38: Sind die notwendigen Formeln da und integriert?

00:16:41: Gibt es Fußnoten oder Endnoten?

00:16:44: Dann kommen wir zu der Rubrik Verweise!

00:16:46: Wie ist das mit Anmerkungen – Mit dem Verweis auf den Anhang, Verweis Auf Register, auf das Literaturverzeichnis und ja … Verweis vielleicht sogar aufs Impressum?

00:16:57: Dann die Rubrik ist der Text innertlich korrekt.

00:16:59: Und Sie merken schon, mit dieser Liste können sie sich notieren immer wieder verwenden.

00:17:04: oder Sie hören den Podcast mehrfach an innerliche Korrektheit.

00:17:07: Da geht es um sachliche Irrtümer!

00:17:09: Um überholte Daten, Fachausdrücke Widersprüche Wiederholungen.

00:17:15: ein sehr beliebtes Thema Überschneidung da kann man lange daran diskutieren.

00:17:20: dann die Zitate Namen und Daten sind eigentlich hervorgehoben.

00:17:25: Wie ist das mit Verwechslungen?

00:17:27: Dann zum Thema Sprache, falsche Steigerung.

00:17:30: Falscher Wortgebrauch Unlogischer Satzbau Sprachschnitzer Ja dann Sonderschreibungen.

00:17:37: Ist die Schreibweise wirklich vereinheitlich?

00:17:40: Ach und natürlich die Frage Neurechtschreibung.

00:17:42: ja das machen alle allermeisten.

00:17:44: aber nun hat man älteren Text.

00:17:46: Will und darf man den anpassen?

00:17:47: Das muss vorher geklärt werden.

00:17:49: Dann das ganz beliebtige Thema Groß- und Kleinschreibungs Getrenntschreibung Zusammenschreibung.

00:17:55: Dann die Frage der Silbentrennung.

00:17:56: sind wir ganz am Anfang schon mal darauf eingegangen.

00:17:58: Die Frage der Zeichensetzung kann man stundenlang darüber diskutieren, wie werden Zahlen notiert?

00:18:03: Gibt es ein Tausender Punkten steht da Komma Null Null mit Euro ohne Euro Mit Pfund ohne Pfund.

00:18:08: Wie auch immer die frage der Fremdwörter.

00:18:11: und mein beliebtes Systeme die an- und abführungszeichen.

00:18:15: die sind häufig falsch oder manchmal sogar ganz falsch.

00:18:18: Der Duden hat ganz klare Meinung, wie Anführungsstriche auszusehen haben und die Abführungs- striche.

00:18:22: Bitte schauen sich das Kapitel im Duden mal an – vorne regeln für den Schriftssatz!

00:18:26: Die Frage des Apostrophes wird ganz häufig falsch geschrieben.

00:18:29: Wie wird genau abgekürzt?

00:18:30: Wie ist es mit Eigennamen?

00:18:32: Mit Titel und Berufsbezeichnungen?

00:18:33: auch da geht das quer durcheinander auf der Inhalte eines Manuskriptes.

00:18:37: Wie ist das mit wissenschaftlichen Zeichen?

00:18:39: Und dann natürlich bei älteren Texten die pH-Schreibung und F-Schreibenung.

00:18:43: Schreibt man die Philosophie mit f?

00:18:45: Nein, man schreibt sie mit ph.

00:18:46: Dann Maße und Gewichte.

00:18:48: sind die einheitlich geschrieben.

00:18:50: Und noch ein Thema, Gedankenstriche.

00:18:52: Viele viele Autoren sind nicht in der Lage den Gedankenstrich auf ihrer Tastatur richtig zu setzen.

00:18:57: Die Frage des Zeichens des Copyrights?

00:19:00: Und natürlich Copyright der Bilder sowieso!

00:19:02: Die Frage der Bildnummern – und wo und warum gibt es oder haben wir Abweichung vom Dunen?

00:19:09: Ja, für alle die mit Texten arbeiten – ich bin sicher sie werden diese Folge zweimal dreimal fünfmal hören zum mindestens das Ende mit dieser Checkliste.

00:19:16: Denn die ist ein Goldwert, die so über viele Jahre hinweg in meinen Seminaren entstanden hat.

00:19:20: Herzlichen Dank fürs Zuhören!

00:19:22: Kommen Sie gut durch diese Woche.

00:19:23: Freuen sich auf nächste Woche.

00:19:24: da gibt es in der Folge ¾. In dem Bereich wieverlage Bücher machen Teil twohundertsechsundachtzig.

Über diesen Podcast

In diesem wöchentlichen Podcast, einer Hörsendung des Hamburger Autors Ralf Plenz, erhält man einen Einblick in die Welt der Autoren, Lektoren, Gestalter, Büchermacher und Buchverkäufer. Bleiben Sie unserem Podcast treu! www.input-verlag.de

von und mit Ralf Plenz

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