Wöchentliches über Büchermacher und aktuelle Bücher
00:00:01: Herzlich Willkommen zu unserem Podcast der Büchermacher.
00:00:03: Wir sind bei Folge三hundvierzig im Bereich wie Vorlagebücher machen Teil zweieinachtzig.
00:00:09: Im Sommer wollen wir jetzt einige alte Folgen wiederholen, die sehr hohe Abrufzahlen hatten und wir nehmen die Folge zweihundfünfzig zum Thema Aufset-Druck, Verfahren und Maschinenformate.
00:00:21: Wie funktioniert das eigentlich?
00:00:23: Mein Name ist Ralf Plenz aus Hamburg Und ich bin der Autor und Sprecher.
00:00:27: Es geht um den Kern des Büchern Machens Um das Drucken Und jetzt haben wir heute die Folge Offset-Druck.
00:00:33: Was ist das eigentlich?
00:00:35: Offset Druck, der ist für den Verleger nach wie vor die Drucktechnik mit der er am häufigsten in Berührung kommt.
00:00:43: Grundsätzlich braucht man beim Offsetdruck eine Datei für die Belichtungen.
00:00:47: Früher lieferte man eine fertige Aufsichtsvorlage Dies gestaltete sich jedoch relativ aufwendig.
00:00:54: Stellen Sie sich beispielsweise vor, sie haben ein thousand two hundred DPI Laser Drucker so hoher Qualität, drucken das auf sehr gutem Papier aus.
00:01:01: Dann muss die Druckerei und der Reh die Repro-Anstalt davon Scans machen.
00:01:06: So war das!
00:01:07: Dann wurden davon Filme hergestellt in eine Reprokamera oder in einem Scanner.
00:01:12: Ja es ist ein Aussterbendes Verfahren, die mussten dann montiert werden usw.. So etwas würde man heutzutage nur machen, wenn die Original-Datei nicht mehr verfügbar ist.
00:01:22: Sie hatten zum Beispiel einen Computerabsturz.
00:01:24: oder wenn man aus welchen Gründen auch immer aus dieser Datei keine PDF erzeugen kann – auch das gibt es!
00:01:30: Sondern nur den Ausdruck hat.
00:01:32: Ja denn heutzudage belichtet man eigentlich die Druckplatten direkt aus PDF-Dataien.
00:01:39: Ja und dann gibt es das Beispiel, Sie haben beispielsweise dokumentarische Aufsichtsvorlagen.
00:01:44: Beispielsweise ganz alte Bücher.
00:01:46: also ihre Produktion wollen sie machen oder sie haben handschriftliche Dokumente und zwar nur Handschriftlichen Dokumete oder Papierfotos große Fotos.
00:01:54: Dann mag das scannen und das produzieren von diesen Aufsicht vorlagen heutzutage als Vorlage für Bücher immer noch so richtig sein aber damit hat man noch kein fertiges Layout.
00:02:06: Das fehlen zum Beispiel die Seitenzahlen Es fehlen weitere kleine Bilder dazu oder Bildlegenden.
00:02:11: Ähnliches mehr, natürlich auch so was wie ein Register.
00:02:14: also das sind im Grunde genommen nur Bildteile eines Buches.
00:02:17: heutzutage ist es üblich Daten aus dem Layout Programm zu liefern und diese direkt auf eine Druckplatte zu belichten.
00:02:24: wir sprechen immer vom Offset Druck.
00:02:26: das nennt sich Direct to Plate.
00:02:29: dieses Verfahren gibt es natürlich auch für den vierfarbigen Druck.
00:02:32: beim vierfarben Druck muss man noch bedenken dass sowohl der Scanner als auch der Bildschirm kalibriert sein müssen, damit die Farben wirklich genau so sind wie sie hinterher im Buch sein sollen.
00:02:45: Das also der Bild-Schirmeindruck – wirklich dem Eindruck des fertig gedruckten Buchs entspricht Kalibrier nennt man das.
00:02:51: Ach ja!
00:02:52: Man kann theoretisch aus Word heraus PDFs erzeugen.
00:02:56: Diese sind jedoch häufig in der Art ungenau.
00:02:59: Der Fachmann spricht hier von Unedel, dass man davon die Finger lassen sollte.
00:03:03: Nun ja, nicht so ganz.
00:03:04: Denn solange man reine Textdateien hat, beispielsweise in einer Dissertation mit vielen Fußnoten ist das erzeugend von Druckdaten aus Wold heraus – also Druckdate und PDF-Daten aus Wald heraus ein gutes Verfahren!
00:03:19: Dennoch warne ich davor, sobald Bilder dazu kommen.
00:03:21: Dann schaut man sich da noch die Trennungen an, die teilweise schwierig bis katastrophal sind... ...die anders in der Belichtung aussehen als vorher am Bildschirm ausgesehen haben und die Buchstaben- und Wortabstände.
00:03:32: Also das ist ein Thema wo ich hochgradig reizbar bin.
00:03:36: Und das Thema Layout-Programme und PDF-Belichtung Das werden wir in der nächsten Folge unseres Podcastes machen.
00:03:43: Folge Wenn man sich für ein Druckauftrag Preisangebote von verschiedenen Druckereien eingeholt hat, aber auch dann wenn man bereits fest mit einer Druckerei zusammenarbeitet muss man sich entscheiden welches Offset-Druckverfahren ihr Drucker anwenden soll.
00:03:58: Oh wow!
00:03:59: Gibt es verschiedene Maschinen?
00:04:01: Verschiedene Größen?
00:04:01: Ja!
00:04:02: Die Entscheidung sollte unter Berücksichtung für irgendeine Gesichtspunkte fallen Qualitätsanspruch Anwendungszweck oder Gebrauchswert.
00:04:11: Ah ok, das muss jetzt nicht so hohe Qualität haben.
00:04:14: Das ist für den und den gebraucht.
00:04:16: Das kann auf einer älteren Maschine gedruckt werden.
00:04:19: Dann die Frage der Auflagenhöhe.
00:04:21: Druck mal dreihundert fünfhundert oder drück mal dreißig tausend?
00:04:24: Dann die frage der Papiersorte in der Papiergröße Und die Hauptfrage natürlich es ein Einfarbdruck oder mehr Farben druck Ja und Die Maschinen die man dazu verfügen hat da will ich jetzt nicht zu sehr drauf eingehen aber etliche Druckereien haben noch große alte Maschinen, die sind längst abgeschrieben.
00:04:43: Das heißt er ist der Stunden-Satz nicht so hoch und die sind für Einfarbdruck geeignet.
00:04:47: Und dann druckt man die Bücher, die einfarbig sind genau auf dieser Maschine wesentlich günstiger als auf den teuren Monstern, die vier oder fünf Druckfarben Laufwerke haben.
00:04:58: Ja beim Offsetdruck zur Wahl stellen meist nur schnell Druck und bogenoffsetdrucks Ja, weil der Rollenoffset-Druck als dritte Möglichkeit lediglich für Zeitschriften und Prospekte in sehr großen Auflagen – nachher so ab zwanzigtausend aufwärts – infrage kommt.
00:05:13: Die Rüstkosten der großen Maschinen sind für kleinere Aufträge und für kleinre Formate einfach viel zu hoch.
00:05:20: Und jetzt die ganz simple Frage was ist eigentlich Offset Druck?
00:05:24: Technisch gesehen!
00:05:26: Auf einer flachen ebenden Druckplatte gibt es Partien, die Farbe also Fett annehmen aber kein Wasser Und andere, die nicht druckenden Partien nehmen Wasser an aber keine Farbe.
00:05:39: Die etwa Nullkommar Eins Fünf bis Null Komma Zwei fünf dünne Millimeter dünner Aluminium Druckplatte wird auf den runden Druckzylinder in der Offsetmaschine gespannt.
00:05:50: hier erhält sie bei jeder Zylinderumdrehung ja das sind durchaus zweitausend bis zehntausend Umdrehungen pro Stunde nämlich mit pro Minute dreißig bis hundertsebzig.
00:05:59: durch Wasser walzen ständig etwas Feuchtigkeit Und durch Farbwalzen ständig eine neue hauchdünne Farbschicht.
00:06:08: Das Druckbild ist seitenrichtig auf der Platte.
00:06:12: Denken Sie, wieso das denn?
00:06:14: Von hier wird die dünne farbschacht auf einen zweiten Zylinder den sogenannten Gummituch-Zylinder übertragen und darauf ist es dann seitenverkehrt.
00:06:24: An diesem Zylindern – dem Zweiten – wird nun im Takt der Umdrehung je umdrehungen ein Blatt Papier zugeführt.
00:06:31: Auf dieses Papier wird von oben Und nun wieder Seiten richtig, die dünne Farbschicht des Gummidruckzylinders übertragen.
00:06:40: Ein dritter Zylinder, der sogenannte Gegendrucksylinder bietet den nötigen Gegendruck.
00:06:46: Mit der Umdrehung der Zylinda wird das nun bedruckte Papier aus der Maschine herausgeführt.
00:06:53: Hierbei löst sich das Papier mit der dünnen Farbsschicht vom Gummituchzylinder was dem Verfahren den Namen gibt.
00:07:00: Das englische Wort to set off heißt sich lösen von, du set auf, aufset druck.
00:07:07: Sich lösen vom oder sich absetzen auf.
00:07:10: Je nachdem ob die Farbwalzen der Druckmaschine mit roter oder schwarzer Druckfarbe eingefärbt werden kann man von ein und derselben Druckplatte einen roten Offsetdruck erzielen oder einen schwarzen.
00:07:22: Mit einer Druckplatten kann man immer nur eine Farbe zur gleichen Zeit drucken.
00:07:27: Beim zweiten Druck-Durchgang Das bereits einfarbig bedruckte Papier wird wieder neu eingeschnappelt, erhält es dann mittels einer neuen Druckplatte und eines inzwischen mit anderer Farbe eingefärbten Farbwerkes die zweite Druckfarbe.
00:07:43: Um die Farben passer genau das heißt in genau dem gewünschten Abstand nebeneinander oder übereinander.
00:07:49: ja und das muss wirklich auf einen Zehntel Millimeter genau für den Vierfabdruck sein.
00:07:52: zu drucken sind eine gute Offset Maschine und sehr sorgfältiges Arbeiten notwendig.
00:07:59: Größere Offsetmaschinen haben zwei, vier oder fünf Farbwerke.
00:08:02: Das sind sogenannte Türme.
00:08:05: Hier können zwar in einem Arbeitsgang mehrere Farben gedruckt werden aber trotzdem benötigt man ja wirklich mehrere Druckplatten.
00:08:12: Die Farben werden daher erst nacheinander auf das Papier gebracht ungefähr ne Zehntel Sekunde später.
00:08:18: Mehrfaltmaschine haben so hohe Rüstkosten naja das sind durchaus hundert bis dreinhalb Euro bis überhaupt der erste Bogen gedruckte ist dass ihre Verwendung nur für hochauflagige Aufträge ab ein paar tausend Stück in Frage kommt.
00:08:32: Ja und jetzt fragen Sie sich, wie ist es denn eigentlich möglich das Online-Druckereien bereits Offset Druck mit Auflagen von dreihundert oder fünfhundert Stück anbieten?
00:08:41: Und diese Firmen haben ausschließlich große Maschinen!
00:08:44: Das genau zu erläutern sprengt den Rahmen dieses Podcasts.
00:08:47: aber so viel sei gesagt – diese Firme fassen viele gleichartige Aufträge zusammen und drucken auf sehr großen Bogen, auf wenig Papiersorten und arbeiten im Dreischichtbetrieb.
00:08:59: Es ist also wirklich eine Fabrik, in der ihr Auftrag ein ganz winziger Kleinstauftrag ist.
00:09:06: Nein, Online-Druckereien haben durchaus sehr hohe Qualitätsstandards aber die Beschränkung auf wenige Papiere und wenige Formate schränkt sie als Auftraggeber natürlich ein.
00:09:16: Dennoch müssen wir realisieren dass im Buchbereich online Firmen auch mittlerweile den Markt beherrschen preislich Qualitativ, denn die Qualität ist hoch.
00:09:28: Die halten viele Standards ein.
00:09:30: Seit rund vierzig Jahren gibt es noch ein weiteres Verfahren was allerdings abnimmt.
00:09:35: Beim Schnelldruck verwendet man meistens sehr schnell herzustellende preiswerte Druckplatten.
00:09:40: Die kosten wirklich nur eine oder zwei Euro.
00:09:43: Das Druckträgermaterial auf das ihre Druckvorlage auch photomechanischem Weg belichtet wird besteht aus Papier mit einer Beschichtung aus Kunststofflöse.
00:09:51: billig.
00:09:52: Oder wenn es eine Beschichtungsaluminium hat wird's ein bisschen teurer.
00:09:56: Der Zusatz schnell zur Charakterisierung dieses Offset-Verfahrens, also Offset Schnelldruck bezieht sich überwiegend auf die Zeitspanne innerhalb derer die Druckplatte druckreif hergestellt wird.
00:10:08: Zum Vergleich nehmen wir eine gewöhnliche Aluminiumoffsetplatte wenn man die belichten will und entwickeln benötigt man inklusive alle Arbeiten ein Zeitaufwand von etwa zehn bis maximal dreißig Minuten bei Kosten von mindestens fünf bis zehn Euro.
00:10:24: Das gegenübergestellt zu den ein oder zwei Euro.
00:10:27: Der Schnelldruckvorgang, der meist mit einer herkömmlichen Offset-Maschine ausgeführt wird unterscheidet sich nicht vom gewöhnlichen Bogenoffset Drucker.
00:10:35: Zur Herstellung einer Druckplatte für den Schnelldrück braucht man in einer hierfür konstruierten Tageslichtkamera auch Folienautomat ja wirklich nur eine Minute.
00:10:44: Dann lässt sich diese Druckplate ohne größere Vorbehandlung direkt in der Druckmaschine verwenden.
00:10:50: Bedingt durch das billige Material der Druckplatte und oft auch durch die Verwendung vollautomatischer Offsetmaschinen, finden Schnelldruck – meistens kleinere Formate – hat der bedienende Drucker jedoch keine sehr großen Einflussmöglichkeiten auf die Qualität des Druckergebnisses.
00:11:05: Die erwähnte Schnelligkeit bedeutet nicht immer, dass ihr Auftrag auch schnellstmöglich fertig wird, denn meist hat ihre Druckerei noch zahlreiche andere eilige Aufträge auf dem Tisch liegen.
00:11:15: Aber mit einer Herstellungszeit von vielleicht einem Tag oder zwei drei, je nach Umfang des Auftrages und Arbeitsanfalls.
00:11:21: Damit muss man eigentlich schon rechnen.
00:11:24: Es ist in der Praxis kein Problem tausend jener vier Seiten innerhalb von acht Minuten einseitig zu bedrucken Von einer Schnelldruckplatte die man in eine Minute frisst hergestellt hat.
00:11:33: Aber das Verfahren ist auch ganz stark auf dem Rückgang.
00:11:37: Manche Druckereien haben noch solche Maschinen dastehen und sagen, naja gut machen wir gerade darauf das funktioniert.
00:11:42: Ja und dann gab es noch eine ganz spannende Sache die rund zwanzig Jahre lang das waren so die neunziger Jahre bis in den Nullerjahre hinein eine Randerscheinung war.
00:11:51: Das Verfahren hieß Risographie.
00:11:53: Es ist ein preiswertes Durchdruckverfahren also ähnlich wie Siebdruck durchdruck verfahren auf einem kopiererähnlichen Gerät auch mit dem ich damals auch wirklich mehrere Bücher und vor allen Dingen zwei dreilose Blattwerke gedruckt habe.
00:12:06: Durch sein niedriges Preis-Niveau und eine mittlere bis gute Druckqualität ist es geeignet für Arbeitszettel, Karteigarten, für Infos – ja auch ein bisschen Verwerbung, für Pressemitteilung, für Listen, Paketaufkleber Rechnungseindrucke.
00:12:21: In bestimmten Fällen bei denen es nicht auf eine spitzen Qualität ankommt, ist dieses Verfahren durchaus auch für Zeitschriftzeitungen und Bücher in Kleinstaufflagen von fünfzig bis eintausend Stück sinnvoll Naja und überhaupt völlig ungeeignet ist es für Visitenkarten, Briefbogen, mehrfarbige Drucke sehr gute Foto-Wiedergabe Buchtitel und Prospekte.
00:12:40: Bei all diesen Produkten sollte man einen hohen Qualitätsstandard zugunde legen.
00:12:46: Ja wenige Firmen benutzen noch die Resografie manchmal im künstlerischen Bereich habe ich jetzt auch wieder gesehen auf Messen weil Resografi von Umweltstandards her vom Energieverbrauch und von diversen anderen Aspekten her unschlagbar günstig ist.
00:13:03: Wenn Sie sich bei bestimmten Aufträgen für den Schnelldruck entscheiden, was angesichts der doppelt bis dreimal so hohen Offset-Druckpreise bei kleinen Auflagen oft notwendig erscheint, sollten sie sich von Ihrem Drucker Qualitätsbeispiele zeigen lassen und eine gewisse Standardqualität garantieren lassen.
00:13:19: Nach dem zehnten Druckauftrag wissen Sie genau welchen Standard man im Schnellduck und welche man im Bogenoffset erreichen kann.
00:13:26: Treffen Sie mit Ihrem Drucker immer verbindliche Vereinbarungen!
00:13:30: Ja, und gängiges Verfahren ist natürlich der Bogen aufs Druck.
00:13:34: Hier sind die technischen Möglichkeiten nahezu unbegrenzt.
00:13:38: Eine Rolle spielen allerdings das Alter der Druckmaschine, die Güte der verwendeten Materialien und die Qualifikationen und Zuverlässigkeit des die Maschine bedienten Druckers – also das Personal!
00:13:50: Heutzutage können Filme oder sogar Druckplatten bis zu einer Größe von ca.
00:13:53: siebzig Zentimeter mal hundert Zentimeter direkt ausgeschossen belichtet werden,
00:13:58: d.h.,
00:13:59: die einzelnen Seiten werden bereits zu einem Druckbogen vollautomatisch bei der Belichtung zusammengestellt.
00:14:05: Hierbei sind verschiedene Ausschiedschirmata möglich – also die Seite eins liegt neben der Zweiundreißig und eines kann aber auch neben der Sechzehn liegen und dann wird der Bogen anders halbiert und gefallst.
00:14:16: Bei diesem Verfahren ist keine weitere Handarbeit erforderlich.
00:14:19: Das heißt, bei der F-Datei belichtet direkt die Druckplatte.
00:14:22: Ja früher war das anders.
00:14:24: Da gestaltete sich der Arbeitsgang nach Ablieferung ihrer Daten oder Vorlagen in etwa wie folgt.
00:14:31: Zunächst musste von Ihrer Druckvorlage oder den Daten ein Positivfilm hergestellt werden.
00:14:36: Im nächsten Arbeitsgang wurden die Filmelemente mit bereits integrierten Bildern, ja sie gab es schon seitenverkehrt.
00:14:44: Die Schichtseite zeigt zum Betrachter auf einem Leuchttisch das war das Werkzeug mit Millimeter-Einteilung auf eine durchsichtige Montagefolie standgenau geklebt.
00:14:55: Dazu kam dann noch die Passermarken und ähnliches mehr.
00:14:58: Der dritte Arbeitsgang nach der Kontrolle, ob die Montage zum Beispiel für sechzehn oder dreißig Seiten für einen Prospekt auch richtig ist, ist eine Belichtung auf die Aluminiumdruckplatte.
00:15:10: Hierzu wird die nun seitensrichtige Montage auf die Schichtseite der Druckplatte gelegt und mit UV-Licht unter Vakuum belichtet.
00:15:19: Nach etwa fünf bis zehn Minuten ist dieser Vorgang beendet.
00:15:22: Das entwickeln der Platte dauerte noch weitere vier Minuten.
00:15:26: Die Montage auf dieser Folie wird aufbewahrt und archiviert, ebenso wie auch später die Druckplatte nach dem gedruckt wurde.
00:15:34: Das war früher so und ist seit rund fünfzehn bis zwanzig Jahren nur in ganz wenigen Dronkereien beides üblich denn wir haben die vollautomalische Plattenherstellung.
00:15:43: Der gesamte Vorgang zum Herstellen einer druckfertigen Platte dauerte im Dienervierformat damals dreißig Minuten.
00:15:49: Bei Großformaten, ja die Montage mit allem drum und dran bis zu zwei Stunden je Druckplatte.
00:15:55: Hieraus erklärt sich auch dass der Bogen aufs Druck bereits dreißzig bis einhundert Euro an Grundkosten hat bevor überhaupt der erste Papierbogen bedruckt wird.
00:16:04: Dafür wird der Auftraggeber durch eine sehr gute Qualität des Druckergebnisses besonders im Feinstrichbereich und dem Raster Und durch die Möglichkeit, jede Papierqualität zu verwenden und durch geringe Buchbinderkosten Falzenheften legen – belohnt.
00:16:20: So kostet es etwa vierzig Euro aus Tausend Diener Zwei-Bogen ein sechzehn Dienervünfseitiges Heft zum Falzen zu heften und rundum zu beschneiden.
00:16:30: Haben Sie aber beispielsweise Viermaltausend diener Vierbogen?
00:16:33: So zahlen sie für das gleiche Ergebnis in der buchbinrischen Weiterverarbeitung mindestens achtzig Euro!
00:16:40: Hier heißt es also genau zu rechnen, ob höhere Druckkosten und geringe Buchbinderkosten teurer sind als geringere Druckkost mit geringerer Qualität und höheren Buchbinderkosten.
00:16:51: Da auf einen großen Bogen immer mehrere Seiten passen – man also mit mehreren Nutzen drucken kann gibt es für jedes Buch oder Zeitschriftenformat ein optimales Papierformat.
00:17:01: Bei Büchern mit Auflagen ab zweitausend spielt der Papierpreis eine so erhebliche Rolle, dass man es sich nicht leisten kann seine Publikation auf einer billigen Druckmaschine mit nur einem Standardformat und viel Verschnitt zu machen.
00:17:16: Wenn Sie ein kleineres Buchformat haben wollen.
00:17:18: das ist nicht klug.
00:17:20: Der Papierabfall muss ja mit bezahlt werden.
00:17:23: Eine Liste der üblichen Bogenformate Die werde ich Ihnen jetzt gleichso sinngemäß mal zitieren.
00:17:28: Und die können Sie eigentlich auch in jedem Nachschlagewerk sehen und natürlich auch online.
00:17:33: Ach na ja, nun haben sich die Zeiten geändert!
00:17:35: Würden sie heute einen Druckauftrag von vielleicht acht Büchern gleichzeitig vergeben?
00:17:40: Kostet die fertige Druckplatte inklusive Andruck im großen Format – setzehntemeter Mal hundert Zentimeter lediglich einmalig fünfzehn Euro.
00:17:50: Früher waren das um die Hundert und mehr.
00:17:52: Da ist sich bei diesem Auftrag acht Bücher, zwei-dreihundert Seiten.
00:17:57: Bei weit über hundert Druckbogen und Druckplatten handelt.
00:18:01: das ist also wirklich eine Serienproduktion und deswegen kommt man heutzutage auf sehr günstige Druckplattendpreise die vollautomatisch belichtet werden und der Maschine zugeführt werden.
00:18:13: Herzlichen Dank fürs Zuhören!
00:18:14: Und Sie merken sicherlich es lohnt sich auch mal ältere Folgen zu hören.
00:18:17: Nächste Woche gibt sie Folge dreieinhalbundvierzig im Bereich wie Verlage Bücher machen Teil zweihundertfünfundachtzig.